Ein Jahr intensiv laufen

  1. Ziel: Jeden Tag laufen.
    In der Regel arbeite ich zwei Tage im Haushalt bzw. von zuhause aus. An diesen Tagen sowie am Wochenende ging ich zuerst joggen. Nach den Sommerferien habe ich dann begonnen, auch an der Schule über Mittag rennen zu gehen. Mittlerweile versuche ich, jeden Tag ein paar Kilometer zu laufen. Das Wetter ist mir egal, wenn ich zurückkomme, bin ich eh meist nass. Auch der Ort spielt keine Rollen: Joggen kann man ja praktisch überall, solange man Zugang zu einer Dusche hat.
  2. So weit, wie ich Zeit habe.
    An einem freien Tag würde ich gern knapp zwei Stunden rennen. Im Alltag schaffe ich manchmal nur eine 20-Minuten-Runde, häufiger eine, die gut 40 Minuten dauert, manchmal bin ich eine gute Stunde unterwegs. Zuhause und auch in der Schule kenne ich Routen, auf denen ich die Kilometer-Zahl mehr oder weniger frei wählen kann.
  3. Geschwindigkeit: 5.30.
    Mein Tempo hat sich zunächst extrem gesteigert: Während der Schulschließungen 2020 lief ich einen Kilometer auf einer kurzen Strecke in gut 7 Minuten, nach einem Monat Training in 6.30 und heute in +/- 5.30, je nach Tagesform. Seit einer Weile steigere ich mich nicht mehr, an gewissen Tagen laufe ich auch bewusst etwas langsamer. Mein Ziel ist es nicht, immer schneller zu werden.
  4. Motivation finden
    Ich freue mich jeden Tag aufs Joggen. Das hat zwei Gründe: Erstens ist es Zeit, die ich für mich habe, in der ich weder für den Beruf noch für die Familie arbeite. Diese Auszeit ist ein Luxus, den ich genieße. Zweitens fühle ich mich nach dem Joggen immer viel besser als vorher. Ich habe klarere Gedanken, bin weniger gestresst und spüre meinen Körper. Mir ist bewusst, dass sich nicht alle leicht zum Rennen motivieren können. Mir ging es früher auch so, das hat sich aber auch durch die Routine geändert.
  5. Tracking und Podcasts
    Ich jogge mit meinem Smartphone und tracke meine Läufe mit Strava (dem »Instagram für alte Männer«, wie ein Freund kürzlich gesagt hat). Ich mag es, während des Laufs eine Art Anhaltspunkt zur Distanz und Zeit zu haben, besonders dann, wenn ich unbekannte Strecken laufe. Zudem höre ich während des Laufens Podcasts. Das zentriert meine Gedanken besser, als ich wenn ich einfach in mich rein (oder gar in die Natur) höre, wie viele Leute empfehlen. Liegt wohl einfach an meinem Gehirn. Ich jogge auch gern mit anderen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, in der Regel bin ich aber allein unterwegs.
    Manchmal wünsche ich mir eine Uhr, die Strava und Podcasts kann – aber nur deswegen möchte ich keine Smartwatch kaufen. Sonst hätte ich keine Verwendung dafür.
  6. Gesundheitliche Auswirkungen
    Ich habe im letzten Jahr ungefähr 20 Kilo abgenommen, was mit dem Joggen zu tun hat. Wenn ich über Mittag rennen gehe, esse ich auch weniger und gesünder. Früher fiel mir das Atmen bei langen Treppen schwer, das passiert heute nicht mehr. Auch die Atemnot, die ich früher mit Asthma in Verbindung gebracht habe (besonders auch bei Kälte), kenne ich nicht mehr. Ich habe aber nicht deswegen mit joggen begonnen, es ist eine Art Bonus.
  7. Rennen
    Bisher habe ich an drei Volksläufen teilgenommen. Bei zwei davon habe ich gelitten, einen habe ich genossen. Ab und zu werde ich das sicher weiter machen, ein wichtiges Ziel sind diese Rennen aber nicht.
  8. Was mich ärgert
    Laufschuhe halten aus meiner Sicht zu wenig lang.
    Sonnenbrillen halten Mücken von den Augen ab, aber nicht von Mund und Nase.

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Philippe Wampfler

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