Individuelles, kausales und ungleiches Präventionsparadox

  1. präventive Maßnahmen werden eingeleitet, weil eine unerwünschte Entwicklung damit verhindert werden soll
  2. die unerwünschte Entwicklung bleibt (wohl deswegen aus)
  3. die präventiven Maßnahmen werden als unnötig wahrgenommen, weil 2.
  1. Was Nassehi und Drosten betonen, ist die ausbleibende Wahrnehmung der Wirksamkeit der Maßnahmen, was zu einer sinkenden Akzeptanz führt – kausales Präventionsparadox.
  2. Die präventiven Maßnahmen (Masken tragen, Hände waschen, Distanz halten, zuhause bleiben) zeigen für Individuen eine kaum wahrnehmbare Wirkung, obwohl sie kollektiv sehr effizient sind – individuelles Präventionsparadox.
  3. Die Maßnahmen wirken auf Benachteiligte teilweise als zusätzliche Belastung und werden so nicht gut akzeptiert, obwohl sie gerade bei einer Umsetzung durch diskriminierte Personen viel Wirkung entfalten können – ungleiches Präventionsparadox.
Das kausale Präventionsparadox

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Philippe Wampfler

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